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Hautnah - Maya Saban
„Berlin hat immer was Neues für Dich!“

Zwischen einem Käsefrühstück und einer Portion Oliven bekam ich die Gelegenheit, Maya Saban von ihrer ganz persönlichen Seite kennen zu lernen. Mit ihrem erfrischend natürlichen Charme, schwärmte sie von ihrer ersten Bühnenerfahrung, als sie im zarten Alter von 7 Jahren für Ihren Vater zum Geburtstag auf die Bühne getreten ist und für ihn das Lied ‚Abba’ – was soviel heißt wie ‚Vater’ – gesungen hat, bis hin zu Ihrem Auftritt als Vorgruppe für die Band The Rasmus in der Columbia Halle in Berlin. Sie schilderte, dass sie vor diesem Auftritt nicht nur das normale Lampenfieber plagte, sondern sich auch die Unsicherheit, ob die Fans von The Rasmus auch ein Ohr für ihre Musik haben würden. So stand sie also das erste Mal als Solistin mit ihrer eigenen Musik vor einer Horde Strubbelköpfe mit schwarzumrandeten Augen. Die allerdings nicht nur ihre Musik annahmen, sondern auch ausgelassen dazu mitgingen. Nach diesen Feedback wurde Maya klar: „Das will ich immer machen!“

Doch wie jeder Künstler fing Maya erst einmal klein an, und das auch im übertragenen Sinne, denn ab dem fünften Lebensjahr bekam sie Unterricht am Klavier, welches sie über Jahre begleiten sollte.

Infiziert von der Leidenschaft der Musik und den steigenden Bühnenerfahrungen, wollte Maya ihr Spektrum rund um die Musik erweitern und begann neben dem Klavierunterricht, auch den Tanz- sowie Gesangsunterricht zu besuchen

Wortwörtlich beschrieb sie den Gesangsunterricht als eine Qual, da sie nicht damit gerechnet hatte, dass das erste Jahr statt dem Singen nur aus dem Trällern von Mi-Mi-Mi-Lauten und Atemübungen bestand.

Einen entscheidenden Wendepunkt erfuhr Maya im Privatleben, als ihre Eltern sich trennten und sie dass Gefühl von Bodenlosigkeit verspürte und in dieser Zeit den einzigen Halt in ihrer Musik sah. Als dann mit 16 Jahren der erste Plattenvertrag hinzukam, fühlte sie sich in Ihrer Entscheidung bestätigt und beschloss von dort an sich in der Musikwelt noch weiter zu positionieren.

So wagte sie sich dann an die verschiedensten Projekte wie unter anderem an einem Bandprojekt bei Triple-M. Allerdings konnte sie sich mit der Arbeit dort nicht identifizieren, denn sie suchte eher nach etwas – wie sie sagte – mit Aussage. Texte und Musik die die Menschen erreicht und die auch im Kopf ankommt. So kam es dann, dass Maya sich bei der Arbeit und durch die gesammelten Erfahrungen als Backgroundsängerin für Sabrina Setlur sich vom jüngstes ‚Kücken’ dort zu einer eigenständigen Sängerin und Songwriterin entpuppte. Auch steuerte sie zum '3P Evolution Sampler' ihren ersten Song 'Du Weißt Nicht’ auf Deutsch bei.

Der zweite entscheidende Wendepunkt ihres Lebens trat bei der Arbeit an ihrem zweiten Album 'Hautnah' ein. Mit einem kurzen Blick in die Wolken meinte Maya, dass sie in keiner Weise Angst vor dem Altwerden an sich hat, doch mit ihren jetzt 28 Jahren, hatte sie das Gefühl und das Bedürfnis ihr Leben unabhängig von privat oder von ihrer Musik zu überdenken. Diese Phase des Überdenkens und auch die Trennung von ihren Partner haben das aktuelle Album stark geprägt.

Das erste Album 'Mit jeden Ton' wurde 2005 und das zweite Album 'Hautnah' 2007 veröffentlicht. Außerdem lässt Maya noch auf einigen Singles von sich hören unter anderem im Duett mit Cosmo Klein 'Das alles ändert nichts daran', welches es zwei Wochen lang bis knapp an in die Top 10 geschafft hatte.

 

Auch sang sie bereits 2003 zwei Songs für ein Album von Schiller. Ausnahmsweise auf Englisch, denn im Wesentlichen möchte sie bei deutschsprachigen Texten bleiben, denn – wie sie formulierte – „Das geht den Leuten sofort ins Ohr und die wissen sofort was Du meinst!“

So wie bei diesem, dem vergangenen und gewiss auch den folgendem Album stammt die Inspiration für die Musik ungeschnitten aus Maya’s Gefühlswelt. Selber komponiert sie die Musik auf ihrem kleinen Keyboard zu Hause, nimmt aber gern beim Schreiben der Texte die Hilfe ihrer Freunde an. Das geschieht dann meist in einer Art Ferienlagerstimmung, beim gemütlichen Beisammensein und einer Flasche Rotwein. Durch das Philosophieren über das Leben entsteht dann ein Hauch von Melancholie der dann die beste Grundlage für tiefgründige Texte bietet.

Gern unterstreicht Maya die Bedeutung und Gefühle Ihrer Musik durch ihre Musikvideos. An ein Projekt erinnert sie sich besonders gern. Das waren die Aufnahmen zum Video ‚Licht'. Diese entstanden im Süden Thailands. Zusammen mit zwölf anderen Musikern fuhr Maya für das ‚HilfsprojektHOME’ nach Chiang Mai um dort vor Ort in einem Kinderdorf mit Tsunami-Waisen, AIDS-Waisen und auch misshandelten Kindern, an dem Album ‚Licht' zu arbeiten und dessen Einnahmen den Kindern des Dorfes zugute kommen zu lassen. Gerade auch die Arbeit und das Zusammenwohnen mit den Kindern des Dorfes während des Projektes, waren für Maya eine ganz besondere Erfahrung.

Unter Vorbildern trennt Maya zwischen privat und beruflich. Während sie im Privaten ihre Oma als ihr Vorbild sieht, weil sie auf alles eine Antwort weiß und wie Maya so schön sagte „Hat allet schon jesehn!“, sind es im musikalischen Bereich Künstler, wie beispielsweise Alisha Keys, die – laut Maya – „...was zu sagen haben und ihr Publikum erreichen wollen!“.

Solche empfindet sie als Vorbildfunktionen und strebt danach ihre Musik, mit genau diesem Ziel vor Augen zu gestalten.

 

Kontakt:

http://www.myspace.com/mayasabanmusic

http://www.mayasaban.de

Bilder/Bericht Mariel Honigmund