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Das Rauchen unsere Gesundheit gefährtet und tödlich sein kann ist uns bekannt und stellen wir auch in keinster Weise in Frage. Rauchen macht abhänig und ist eine Sucht, auch keine Frage. Der Kollege vor mir ist seit 7 Tagen " Nichtraucher". Seit zwei Tagen scheint er mir agressiver und intoleranter zu sein. Vor lauter, fast schon militanter Bemühungen meinem blauen Dunst aus dem Weg zugehen dem er selbst über zwanzig Jahre verfallen war, scheint er vor lauter Stress näher einem Herzinfakt und ich mache mir ernsthafte Sorgen um ihn. Mir jedenfalls schmeckt meine gerade angezündete Zigarre, ein wahrer Genuss und auch aus diesem Grund unterlasse ich ein Anfrage bei statistischen Bundesamt, wieviele Steuereinnahmen aus dem Genuss bzw. Verkauf von Tabakwaren seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland in das Staatssäckl geflossen sind ...
"Ich verstehe es nicht, wie jemand nicht rauchen kann, – er bringt sich doch, sozusagen, um des Lebens bestes Teil“ (Thomas Mann)
Die weltweite Verbreitung der Zigarre geht auf die Kolonialzeit zurück. Christoph Columbus soll der erste Europäer gewesen sein, der im 15./16. Jahrhundert auf Kuba mit Tabak in Kontakt kam. Im 18. Jahrhundert brachten britische Seeleute und Soldaten kubanische Zigarren in die nordamerikanischen Kolonialgebiete, wo dann auf neu errichteten Plantagen bald vermehrt Zigarren hergestellt wurden. Unsere Geschichte aber fängt hier an...
Der Mannheimer Kaufmann Hermann Wolf gründete 1909 zusammen mit seiner Schwägerin Käthe Ruhland in München eine Zigarrenfabrik. Von daher leitet sich der Firmenname "Wolf & Ruhland" ab.Im Jahre 1917 verlagerte Hermann Wolf die Zigarrenfabrikation nach Perlesreut in Niederbayern. Sein Freund Karl Hilz,, wurde Teilhaber. Im Bayerischen Wald fand "Vater Wolf", wie ihn die Perlesreuter liebevoll nannten, wonach er in der Großstadt vergebens gesucht hatte - fleißige Leute, die viel handwerkliches Geschick hatten und dankbar für einen sicheren Arbeitsplatz waren.Regelrecht revolutionär für die damalige Zeit waren die sozialen Einrichtungen der Firma Wolf & Ruhland. Vor dem Krieg waren rund 170 Mitarbeiter in Perlesreut tätig, vor allem Frauen. Um Kindererziehung und Beruf in Einklang zu bringen, stifteten die Inhaber ein Grundstück für einen Kindergarten und sorgten für den Unterhalt einer Suppenküche. Auch beheizte Bäder mit warmem Wasser und Duschanlagen standen den Betriebsangehörigen zur Verfügung.
Abbildung: Toccata Torpedo von Wolf & Ruland
Der zweite Weltkrieg brachte einen deutlichen Einschnitt in der Erfolgsgeschichte der Firma Wolf & Ruhland. Die Menschen hatten nicht viel zu Essen, nur noch wenige konnten sich den Genuss einer edlen Zigarre leisten. Dazu kam während der amerikanischen Besatzung und der folgenden Wirtschaftswunderjahre der unaufhaltsame Siegeszug der Zigarette... kleiner Auszug aus der Webseite auf der ihr die ganze Geschichte mit Bildern nachlesen könnt
Juli 2008 mitten im Bayerischen Wald besucht gedankenspiele.com eine der letzten deutschen Zigarrenmanufakturen, welche besonders für ihre Virginias bekannt ist. Die Produkte von Wolf & Ruhland haben nichts an Qualität eingebüßt, im Gegenteil. man versteht es, aus edelsten Tabaken hervorragende Zigarren in Handarbeit herzustellen -Altbewährtes mit Neuem zu verknüpfen. Im Jahr 2006 wird die Zigarrenmanufaktur Wolf & Ruhland von Cornelia Stix weitergeführt. Heute ist der Betrieb um vieles kleiner. Es sind noch sechs Frauen beschäftigt. Ein Familienbetrieb also, bei dem auch alle mithelfen.
In den letzten Jahren ist die Zigarre wiederentdeckt worden. Weltweit finden sich prominente Werbeträger, die das genussvolle Rauchen zelebrieren.
Die Zigarren bestehen aus drei Teilen:
Eine Zigarre besteht aus einer Einlage aus getrockneten und fermentierten Tabakblättern, die von einem Umblatt umschlossen werden. Diesen Teil der Zigarre nennt man Wickel. Für die Einlage werden je nach Format geschnittene oder ganze Tabakblätter verwendet. Das Deckblatt ist das äußerste, exakt geschnittene Tabakblatt. Die Einlage wird vom Umblatt in ihrer Form gehalten. Über dem Umblatt liegt dann das Deckblatt.
a) die Einlage - der " Filler" - ist üblicherweise in Europa ein sogenannter Shortfiller - das sind grob zerpflückte Tabakblätter. Diese werden akurat ausgewählt und geschmacklich fein aufeinander abgestimmt. Jahrelange Erfahrung und erprobtes Wissen garantieren einen harmonischen Duft und Geschmack. Die Rezepturen werden als kleines Geheimnis gehütet, weitergegeben von Generation zu Generation. Nur so viel wird verraten - Beste Tabake brauchen keine chemischen Geschmacksverstärker oder Parfümierungen. Die Zigarren von Wolf & Ruhland sind ohne Aromastoffe und Brandverstärker.Für die Herstellung der Einlage werden die Rippen aus den Tabakblättern mit Hilfe einer maschinellen Reißanlage entfernt. Die harten Rippenteile finden bei der Schnupftabakherstellung ihre Weiterverwendung.
b) das Umblatt - bildet die erste Ummantelung und ist gschmacklich auf die Einlage und das spätere Deckblatt abgestimmt. Jetzt ist der Wickel, oder wie es in der Fachsprache heißt, die Puppe fertig. Hier ist Fingerspitzgefühl gefragt. Der Wickel darf nicht zu fest, aber auch nicht zu locker sein. Das würde das spätere Rauchvergnügen beeinträchtigen. Je nach Form der Zigarren werden diese nun in Buchenholzformen gepresst - modelliert!
c) das Deckblatt- ist das Kleid der Zigarre. Die Auswahl des Deckblattes erfordert besondere Sorgfalt, denn dieses verleiht der Zigarre ihr Aussehen und die erste Duft- und Geschmacksnote. Dem Kenner verrät das Deckblatt, um welche Zigarrensorte es sich handelt.
Cornelia Stix: "Genießen ist ein Stück Lebensqualität - der Genuss das Lebenswerte - eine Zigarre Deine Muse!"
Qualitätsmanagemet ist für Cornelia Stix Firmenphilosophie und manche anderer Unternehmer würde lächeln, wenn er Sie beim einpacken ihrer Zigarren sehen würde, täte aber meist Gutes daran ihr nachzueifern. Sie ist die letzte die ihre Ziarren in Händen hält und kontrolliert und somit die Qulität eines wahrhaften Genusses der Rauchkultur garantiert.
Passionierte Zigarrenraucher sollten es sich nicht nehmen lassen einmal zu Wolf & Ruhland, Cigarrenmanufaktur, Marktplatz 15, 94157 Perlesreut / Bayerischer Wald zufahren und sich ihre Kiste Zigarren persönlich abzuholen. Cuba ist weit und ein Besuch im Bayerischen Wald lohnt allemal.