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Eine Geschichte für Kinder von Tina Leiss und mit Illustratoinen von
. Mäuselöwe zu...“ Der Mäuselöwe nickte. „Dann hab ich hier einen Brief für sie“ und nach einem kurzen Augenblick „Ist das hier die dritte Insel rechts nach der ersten links?“. Der Mäuselöwe ließ die Ohren hängen „Mein lieber Postbote, ich kann ihnen ihre Frage nicht beantworten, weil ich meine Insel nämlich noch nie verlassen habe. Von wem ist denn der Brief?“. Der Postbote setzte eine Brille auf, uns seiner Tasche und sah nach. „Von Leonie Löwe“ lispelte er.„Woher wissen sie denn,
„ Auf einer winzig kleinen Insel, mitten im grün- blauen Wasser der Südsee lebte, wie ihr ja nun wißt Leopold der Mäuselöwe. Er wohnte dort in einer Teekiste – das war sein Schloß – und wachte über seine Schätze, einen kleinen roten Seestern, eine Fadenspule, eine lange silbrig glänzende Feder, eine schillernde Muschel und nicht zu vergessen, ein glitzerndes Stück Glas, das in allen Farben des Regenboge funkelte, wenn er es ins Licht hielt. Er lebte einsam und allein, bis, ja bis eines Tages eine Flaschenpost am Srand angespült wurde, aus der – ihr erinnert euch bestimmt –ein kleiner weißer Postbotenhase kletterte, der sich als Nupperhase vorstellte und dem Mäuselöwen einen Brief übergab. Weil seine Reise so lang und anstrengend war beschloß er auf der Insel zu bleiben und sich auszuruhen und so konnte er dem neugierigen Mäuselöwen Leopold a diesem Tag auch keines seiner vielen, heldenhaften Abenteuer erzählen, sondern rollte sich gleich zusammen und schlief ein. Er schlief tief und fest, bis die Sonne über der winzig kleinen Insel aufging und ihn mit ihren Strahlen derart an der Nase kitzelte, daß er aufwachte. Er nupperte, blintzelte, rieb sich die Augen, gähnte noch ein letztes Mal. Dann setzte er sich auf und blickte sich um. Neben ihm saß – schon äußerst ungeduldig - der Mäuselöwe, der eine Tasse dampfenden Tee für den Nupperhasen in der Pfote hielt. „Guten Morgen! Ich wünsche wohl geruht zu haben“ Er reichte ihm den Tee „Hier mein lieber Freund! Und jetzt erzählen sie mir doch bitte endlich eines ihrer Abenteuer. Ich bin so neugierig, wie es wohl dort draußen zugehen mag, daß ich schon sehr früh aufgewacht bin und nicht mehr schlafen konnte... weil ich so aufgeregt war!“ Der Nupperhase reckte und streckte sich genüßlich, nahm einen winzigen Hasenschluck und sagte „Nun mein lieber König. Da könnte ich ihnen Geschichten erzählen. Sie glauben gar nicht, was die Leute so alles verschicken.
Einmal sollte ich ein Paket transportieren, das so schwer war, daß meine Flaschenpost bereits nach wenigen Meilen sank. So trieb ich unter Wasser ...und wissen sie was ich dort sah?“ der Nupperhase machte eine Pause, schaute den Mäuselöwen an „die seltsamsten Gestalten. Da gab es Fische in allen Farbe und Korallen in leuchtendem Rot, riesige Muscheln in denen Perlen waren und Kraken, die abscheulich viele Beine haben, mit denen sie herumwandern ohne zu stolpern...“ hatten sie denn keine Angst mein lieber Freund?“ „Angst, wieso denn Angst. Mit denen hätte ich es schon aufgenommen. Viel problematischer war, daß ich es mit der Pünktlichkeit sehr genau nehme. Das muß man in meinem Beruf – wissen sie. Nun wo war ich stehen geblieben? Ach ja, nun, plötzlich sah ich zwei Seepferdchen vorbeischwimmen, die ich mit Pfotenzeichen heranwinkte und sie bat mich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Seepferdchen sind – wie sie wissen müssen – sehr freundliche, hilfsbereite Zeitgenossen, und so bissen sie Stücke von einer Schlingpflanze ab, wickelten sie geschickt um den Hals der Flasche, nahmen das andere Ende ins Maul und zogen mich mit atemberaubender Geschwindigkeit durchs Wasser. Das war schnell kann ich ihnen sagen. Alles rauschte an mir vorbei. Als wir seichtes Wasser erreichten, verließen sie mich und ich wurde schließlich von einer Welle an Land gespült. Und so konnte ich mein Paket doch noch rechzeitig zustellen!“ Der Mäuselöwe lauschte gebannt. „Unter Wasser reisen! Wer hätte das gedacht. Mein lieber Nupperhase!“ „Ha!“ sagte der Nupperhase „das war doch noch Nichts! Wenn sie erst meine anderen Abenteuer hören...“Erzählen sie! Bitte! Bitte!“. Der Nupperhase ließ sich zurück in den Sand fallen, streckte seinen Bauch in die Sonne und sagte „Genug ist genug! Morgen ist auch noch ein Tag. Morgen mein König werde ich euch noch eins meiner Abenteuer erzählen. Versprochen!
Auf einer winzig kleinen Insel mitten im grün blauen Wasser der Südsee lebte, wie ihr ja nun wißt der Mäuselöwe Leopold. Er lebte dort alleine in einer Teekiste – das war sein Schloß, wachte über seine Schätze und blickte hinaus aufs Meer. Bis, ja bis eines Tages eine Flaschenpost am Strand angeschwemmt wurde, in der sich ein kleiner weißer „Postboten - Hase“ befand. Leopold und sein Gast der Nupperhase, lagen eingerollt im warmen Sand, schliefen seelig, schnarchten leise und träumten von großen Abenteuern. Als die Sonne aufging und die beiden mit ihren warmen Strahlen an der Nase kitzelte, wachten sie auf, rieben sich die Augen, reckten und streckten sich, gähnten ein letztes Mal, tappten schläfrig an den Strand, wo sie ihre Morgentoilette erledigten, das heißt ihre Zähne putzten, ihr Fell bürsteten und die Pfoten wuschen. Danach tranken sie dampfenden Tee aus Porzelantassen mit Blumen darauf und unterhielten sich. „Mein lieber Freund. Die Geschichte, die sie mir gestern erzählt haben war sehr abenteuerlich!“. Der Nupperhase setzte die Tasse ab, aus der er gerade einen winzigen Hasenschluck genommen hatte „Ach das! Das mein lieber Freund war doch noch garnichts! Wenn sie erst meine anderen Geschichten hören würden!“ und er machte eine Pause. Leopold war aufgeregt „Mein lieber Freund. Bitte erzählen sie mir doch eines ihrer Abenteuer! Bitte!“ Der Hase fühlte sich geschmeichelt „Nun gut, wenn es sie so sehr interessiert mein lieber König! Einmal, sollte ich einen Eilbrief befördern. Ich war schon 2 Tage unterwegs, trieb im offenen Meer, wo ich von den Wellen hin und hergeschüttelt wurde, als ich plötzlich von irgendetwas gepackt und in die Lüfte gehoben wurde. Nun werden sie sich bestimmt fragen was passiert war. Nun mein lieber Freund, so ging es auch mir! Um mich herum war es schrecklich dunkel. Ich konnte nicht einmal meine eigene Pfote vor Augen sehen. Ich setzte mich auf. Da erblickte ich einen Spalt durch den Licht kam. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen... und wissen sie was ich da sah? Ich schwebte in der Luft. Es war unglaublich! Um mich herum war nichts als blauer Himmel. Ab und zu huschte eine Wolke vorbei. Als ich nach unten schaute, sah ich das Meer. Alle Inseln sahen von hier oben aus winzig klein aus. Was für eine vertrackte Situation!
Ich beschloß in meiner Flaschenpost auf und ab zu springen und schrie so laut ich konnte, um mich bemerkbar zu machen. Und als hätte mich das Wesen verstanden, verloren wir an Höhe. Ich wurde bei der Landung ordentlich durchgeschüttelt und anschließend durch die Luft geschleudert. Das nächste woran ich mich erinnern kann ist, daß ich ein riesiges Auge an der Flasche sah. Ich dachte schon mein letztes Stündlein hätte geschlagen, da sagte eine Stimme „Oh, Verzeihung! Ich dachte sie wären ein Fisch. Sie müssen wissen, daß ich schlecht sehe. Ich bin nämlich kurzsichtig und habe meine Brille verloren. Es tut mir sehr leid! Ich wollte sie nicht erschrecken! Ehrlich! Wie kann ich das nur wieder gut machen?“ Der Vogel stellte sich als Fridolin vor. Natürlich war ich dem armen Pelikan Fridolin nicht böse. Schließlich kann so etwas passieren, wenn man keine Brille trägt. Als ich Fridolin meine Situation erklärte bot er mir an mich zu meinem Ziel zu fliegen und so schaffte ich es den Eilbrief pünktlich abzugeben“ Leopold lauschte gebannt „Fliegen! Wer hätte das gedacht, mein lieber Nupperhase“. Doch der Nupperhase winkte ab „Ach! Das ist doch noch garnichtss! Wenn sie erst eines meiner anderen Abenteuer hören würden!“. Leopold war aufgeregt „Bitte erzählen sie !“. Der Nupperhase aber ließ sich in den warmen Sand fallen, streckte seinen Bauch in die Sonne und sagte „Genug ist genug! Morgen ist schließlich auch noch ein Tag. Morgen mein lieber König