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Einer der längsten Kämpfe der Menschheit, ist der wahrscheinlich der Kampf mit sich selbst….
Womit Frau sich rumplagt!
„Veronika, Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen Tralala…" was die Comedian Harmonists einst so leichtfertig daher trällerten, ist für die meisten Frauen die blanke Katastrophe!
Sicher, auf der einen Seite sind die ersten Knospen und ersten lauen Winde der Quell Guter Laune gegen die tief sitzenden Winterdepressionen, dennoch sind diese Vorboten des Frühjahrs für viele Frauen eine Einläutung des Countdowns für die bald immer mehr sichtbare Silhouette, aufgrund sich stetig reduzierender Kleidung! Kurz: Diätstress!
Zeitschriften lassen sich in dieser Session nicht die Butter vom Brot nehmen, in dem sie uns sämtliche Tipps und Tricks verhökern, um uns dieselbige zu verbieten. Diätexperten feiern zwar ab Anfang des Jahres schon Hochkonjunktur, starten aber im Frühjahr noch einmal so richtig durch, um auch die letzte Sesselakrobatin aus der Reserve zu locken. Im Internet, Fernsehen, Radio, Zeitschriften und auf sämtlichen Plakaten wird einem DIE Wunderdiät versprochen.
Beginnen wir doch einfach einmal mit dem Wort „Diät“ an sich… Denn wenn ich in meinem Wörterbuch bzw. heutzutage im Word-Verzeichnis für Synonyme nachschlage ergibt sich aus diesem Wort so etwas wie Schlankheitskur, Abmagerungskur oder auch schlimmsten Falls Einschränkung! Sicher, wenn man eine solche Diät, wie auch immer man sie gestalten möge, erfolgreich und diszipliniert vollzogen hat, mag sie Erfolg versprechen. Allerdings stellt sich danach dann mindestens eine Frage ein: Und nun? Denn egal welchen Pfad der Diät Frau auch begeht, was kann man nach dem Resultat tun, um dieses erreichte Ziel auch zu halten? Denn eine Diät, oder nennen wir sie einfach nach einem beliebigen Synonym wie „Abmagerungskur“, soll den Effekt bewirken Gewicht zu reduzieren. Das heißt, je nach „Diätplan“ ist man angehalten stetig auf alles zu verzichten, was auch nur ansatzweise mit Kalorien zu tun hat. Aber selten bis nie steht in diesen Plänen, was man tun kann, um das Erreichte auch beizubehalten! Man wird also zuerst mit Ermunterungen und Verspechen an den Startblock geschickt, in dem man sich auf solche Diät-Experimente einlässt, um im Endeffekt nach der Zielgeraden wieder zurück auf Los geschickt zu werden! Sicher, wenn jede Käuferin einen dauerhaften Erfolg davontragen würde, würde die Abnehmerzahl im darauf folgenden Jahr auch rapide sinken und sie wären gezwungen, ihr alljährliches Auflageprogramm zu ändern. Denn es ist, wie ist: Diät und Jojoeffekt sind zwei Komponente die man nicht trennen kann!
Packen wir das Problem doch einfach bei der Haarwurzel, oder besser gesagt, die Pfunde bei den Röllchen! Von etwa 100 Frauen, kennen 100 davon den Kalender. 100 von ihnen wissen, ab wann der Frühling beginnt, aber nur etwa 10 davon werden schon am Ende des vorherigen Jahres daraufhin arbeiten. 25 von ihnen beginnen – meist als guten Vorsatz – am Anfang des Jahres, Januar/Februar mit sportlichen Aktivitäten, Ernährungsumstellung und Weiterem. 20 weitere Figurorientierte werden von den ersten Knospen animiert, die Schokolade gegen Obst auszutauschen und die Treppen dem Lift vorzuziehen. 30 von ihnen stürzen sich mit einem Mal in Crash-Diäten, weil das Frühjahr so „unverhofft“ über den April und Mai einbricht und die Restlichen trösten sich mit dem Vorsatz „Im nächsten Jahr glänze ich dafür umso mehr“ und helfen sich mit der Babydoll-Mode über den Sommer.
Da stellt sich doch die Frage, wozu eigentlich der alljährliche Stress? Gut, in Anbetracht der Lage, dass im Sommer erheblich weniger Textil auf dem Leibe getragen wird und man dementsprechend wesentlich mehr von seiner leiblichen Statur zu Tage fördert, ist es meist zum eigenen Wohlbefinden angenehmer, wenn man dann eine „gute Figur“ macht. Doch leider lassen wir uns zu sehr von den Magazinen und Filmen beeinflussen, die uns sagen, was eine „gute Figur“ zu sein scheint.
Doch letztens Endes sind Diäten nicht von langer Dauer, wenn man nach diesen wieder in seinen gewohnten Trott verfällt. Das Einzige was wirklich auf Dauer hilft, nicht in diesen Zu- und Abnehmstrudel zur versinken, ist seine Lebens- sowie Ernährungsweise von Grund auf umzustellen! Sicher, es dauert länger, ist aber effektiver, ist gesünder, zerrt nicht an den Nerven und vor allem es hält auch auf Dauer an!
Aber vorher sollte man sich wirklich im Klaren darüber sein, was man will, wohin man will und vor allem, was man bereit ist dafür zu tun! Denn ist es letzten Endes notwendig, dass wir „Normalsterblichen“ unseren Körper mit derartigen Torturen gefährden, nur um letztlich in eine Jeans Größe „Zero“ zu passen? Wollen wir denn wirklich dieses eine Leben, was uns zur Verfügung steht damit verbringen, uns stetig selbst ein Diktat aufzuerlegen? Nichts ist einzuwenden gegen gesunde Ernährung und guter sportlicher Aktivität. Dies ist sogar sehr lobenswert! Aber sobald es in Drillmaßnahmen und Hungerkuren ausartet, verliert die Sache nicht nur an Spaß, sondern ist auch ein starkes Risiko für die Gesundheit!
Also was steht dagegen, die ersten Sonnenstrahlen mit einem Eis zu begrüßen, anstatt mit Sellerie? Der Winter hat schon genug aufs Gemüt geschlagen, da sollten wir nicht selbst auch noch weiter damit machen!
Und wenn eben hier und da ein paar Pfunde zu viel sind, als man aus eigenem Ermessen will, es gibt nichts, was man mit Mode nicht kaschieren kann! Und wenn man einfach mal die künstlichen Süßigkeiten gegen die Süßigkeiten der Natur austauscht, statt mit Cola seinen Durst mit Wasser löscht und den Tag mit einem Spaziergang oder auch einem kleinen Dauerlauf abschließt, kann man bereits einige Kalorien sparen und tut gleichzeitig etwas für die Gesundheit und die Stimmung. Denn nichts ist besser, als nach einem stressigen Tag den Frust einfach abzulaufen!
Heutzutage ist es leider nicht einfach, eine gesunde Einstellung zu seinem Körper zu bekommen. Es fällt Vielen schwer sich selbst zu akzeptieren oder gar sich selbst zu mögen. Wenn man es nicht anerzogen bekommt, muss man es selbst erlernen und dies kann sogar einige Jahre dauern! Meist lernt man durch die Erfahrungen die man bei seinem „Selbstfindungsprozess“ macht, oder die verschiedensten Menschen, die einem eventuell Tipps und Ratschläge geben. Einige dieser Tipps helfen so gar nicht weiter, andere wiederum sind wertvolle Begleiter zum „Inneren Ich“.
Um eine solche Einstellung zu erreichen, hat es selbst bei mir sehr lange Zeit gebraucht und ich bin längst noch nicht am Ziel. Allerdings schon soweit, sagen zu können, ich bin auf dem richtigen Weg dorthin! Und frei nach dem Motto „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!“, werde ich demnächst darüber berichten, wie ich auf diesen Weg gefunden hab, in „Meine Odyssee zum Inneren Ich“ …
Genießt den Frühling und den Sommer – wir haben schließlich lang auf ihn warten müssen!
Eure Mariel Honigmund